Wir starten wieder durch

Seit fünf Wochen sind wir bereits wieder in Tasiilaq. Der starke Nordost Wind scheint schon den Jahreszeitenwechsel anzukündigen… Aber bis dahin mengen wir uns unter die fleißigen Grönländer und nehmen am Sommergeschehen teil: Fische fangen, Beeren sammeln, jagen. Die Gefriertruhe ist schon voll. Das bedeutet, dass wir gut für den Winter vorgesorgt und genug haben um weiter zu geben.

Was beschäftigt uns?

Es ist eine Herausforderung die Arbeit hier wiederaufzunehmen, in jeglicher Hinsicht. Verschiedene Beziehungen scheinen auf der Strecke zu bleiben. Seit einiger Zeit schon fehlt uns unser Übersetzer, was bedeutet, dass alles in gebrochenem Dänisch laufen muss und dann ad-hoc durch verschiedene Menschen übersetzt wird. Wir fragen uns was dann tatsächlich noch bei den Menschen ankommt. Die Räumlichkeiten in denen wir den Gottesdienst halten konnten wir bisher erst ein Mal gebrauchen. Wieso läuft es gerade so mühsam? Ist es die Sommersaison, in der alle beschäftigt sind? Ist es gestlicher Streit?

Das führt uns zu einer tieferliegenden Frage: was bedeutet es eigentlich um Gemeinde zu sein? Mir ist bewusst, dass die Anzahl Menschen nicht unbedingt die Fruchtbarkeit der Arbeit widerspiegelt. Gott erwartet Zuverlässigkeit, das wir zuverlässig sind in dem was er uns anvertraut hat und wir versuchen so gut wie möglich seiner Führung zu folgen. Dabei fragen wir uns welche Richtung er mit den Menschen hier weiter einschlagen möchte. Müssen wir unsere Aktivitäten verändern? Unseren Fokus verlegen? Betet ihr in diesen Fragen mit uns mit?

Besuch

Im August waren Thinkas Eltern mit zwei Schwestern für drei Wochen bei uns zu Besuch. Wir haben diese gemeinsame Zeit sehr genossen! Für sie war die Teilnahme am grönländischen Leben grenzverlegend: „man kann doch keine Seehunde essen!” Aber nach dem Walfisch wurde der Seehund und sogar etwas Eisbär probiert. Na ja, das sind nun einmal die lokalen Kühe und Schafe. Schneller als uns lieb war mussten wir die vier wieder mit dem Boot zu der Nachbarinsel bringen, auf der der Flughafen liegt. Und genauso schnell wird die Zeit auch verfliegen bis wir unseren nächsten Besuch bekommen. Ein Pastorenehepaar aus Holland hat es aufs Herz gelegt bekommen uns hier zu besuchen und zu ermutigen. Wir freuen uns darauf sie besser kennen zu lernen und sind gespannt was wir aus ihren Erfahrungen beim Gemeindegründen lernen können.

Zu guter Letzt

Rund ums Visum gibt es noch keine Neuigkeiten. Wir erwarten im November neues diesbezüglich zu hören.

In Kürze senden wir auch wieder einen ausführlichen Rundbrief, um euch über die Arbeit hier auf dem Laufenden zu halten.
 
Liebe Grüße und Gottes Segen!
Peter, Thinka, Joël und Cora